Wenn weites Wandern nun sogar schon bei SPIEGEL Online angekommen ist, dann ist das ein untrügliches Zeichen. In einem Artikel (leider nur hinter der PayWall) wurden neulich sieben neue Weitwanderwege vorgestellt, die entweder bereits wanderbar sind oder es bald sein werden. Der Kinzigtalsteig in Schwarzwald soll auf seinen geplanten 155 km die Ortschaften entlang des Weges miteinander verbinden und damit natürlich auch Wandernde in die Orte bringen. Als nächstes wurde eine Vier-Länder-Alpenquerung vorgestellt. Auf 78 km geht es durch Deutschland, Österreich, Slowenien und Italien. Die Tour wird schon jetzt von Wanderreiseveranstaltern angeboten und klingt nach einer Rundum-Sorglos-Variante einer Alpenüberquerung. Entlastung für den GR221 soll der neue, 97.1 km lange GR226 im Nordosten Mallorcas bringen. Wir bleiben bei den GRs: der neue GR15 in Frankreich führt auf rund 240 km entlang der Marne.

Für alle, die die langen Kanten mögen: Wenn der King Charles III England Coast Path mal fertig gestellt ist, soll er mit rund 4500 km der längste Küstenwanderweg sein. Sehr spannend finde ich persönlich den Dongseo Trail. Dieser wird nach Fertigstellung noch in diesem oder aber im nächsten Jahr Südkorea auf 849 km von Ost nach West queren. Und zu guter Letzt wurde noch der Ngaro Track vorgestellt, der auf überschaubaren 32 Kilometern in Australien auf der Whitsunday Island verläuft.

Nicht im SPIEGEL-Artikel erwähnt: Ein großer deutscher Outdoor-Ausrüster stellte letztes Jahr eine selbsterstellte Wanderroute vor, die unter dem Namen “Wolf Trail”über 3500 km von der Ostsee bis an die Adria führen soll. Ich bin mir sicher, dass dieser Trail sehr interessant für viele Weitwandernde ist, stellt er doch eine echte Alternative zu anderen langen Trails vor allem Overseas dar. Ich bin gespannt, wie er in der Community angenommen wird und ob er sich als Papiertiger wie der Hexatrek (sooooorry … ) herausstellt oder ob er ein wirklich gut in einem Stück zu wandernder Trail ist, wird sich zeigen. Fakt jedoch ist, außereuropäische Hiker werden die Füße in die Hand nehmen müssen, um die 3500 km in den erlaubten 90 Tagen eines Schengen-Visums schaffen zu können, aber diese sind wahrscheinlich alles andere als die Hauptzielgruppe.

Was denkt ihr über den Wolf Trail oder die anderen im SPIEGEL Artikel vorgestellten Wege?


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Exploring the world and myself by two feet.

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