Website-Icon Between 2 Poles

Wandern in den USA – geht das noch?!

So langsam gehts los – die ersten packen ihre Rucksäcke, um bald in die USA zu fliegen, um wahrscheinlich einen der drei großen Trails – Pacific Crest Trail, Appalachian Trail, Continental Divide Trail – unter die Füße zu nehmen. Ich selbst mag die USA aus verschiedenen Gründen sehr: ihre Weite, ihre Landschaften, ihre Kontraste. Mein erster episch langer Trail war der Pacific Crest Trail und dieser Trail hat den echten Grundstein für meine Weitwanderleidenschaft gelegt. Gleichzeitig habe ich nicht nur Familie dort, sondern auch Freunde in verschiedenen Landesteilen, die meine Perspektive prägen. Das Land ist für mich also Wander- und Reisesehnsuchtsort und in gewisser Weise auch Alltagserfahrung zugleich.

Und genau deshalb möchte ich heute nüchtern auf das schauen, was sich aktuell rund ums Wandern verändert hat. Wer in den USA wandern möchte, plant nicht nur Etappen und Wasserquellen, sondern auch Einreise, Versicherung, Budget und Rahmenbedingungen. In den letzten Jahren haben sich einige dieser Faktoren spürbar verändert. Nicht dramatisch, aber relevant genug, um sie in die Planung einzubeziehen. Mit welchen Fragen sollte man sich beschäftigen?

In den letzten Jahren hat sich die politische Stimmungslage derart verändert, dass man sich neue Fragen stellen bzw. sich mit neuen Themen befassen sollte: 

Eine direkte Auswirkung gibt es bereits auf den CDT: Nur noch US-Bürger, die sich vorher einer Hintergrundüberprüfung unterzogen, eine entsprechende Genehmigung bekommen und ein offizielles Shuttle gebucht haben, dürfen zum southern terminus des Trails. Alle anderen Hiker müssen in den sauren Apfel beißen und etwa 1 Meile nördlich des eigentlichen Trailbeginns loslaufen. Die Grenzregion in dieser Gegend wurde zur National Defense Area erklärt. Die CDT Coalition jedoch ermutigt auch ausländische Wandernde, diese Genehmigung zu beantragen, da eventuell Ausnahmen gemacht werden. 

Darüber hinaus ist auch in den USA die Inflation hoch und das wirkt sich auf die Preise aus: 

Auch viele Menschen in den USA berichten von gestiegenen Lebenshaltungskosten und einer allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheit. Das führt teilweise zu zurückhaltenderem Konsumverhalten und wirkt sich auch auf touristische Regionen aus. Das erste Mal seit Langem gab es nach dem Start der Permitvergabe noch Permits. Ist das ein Zeichen für zurückhaltende Planung der US-Amerikaner und für das Wegbleiben internationaler Hiker?


Die mobile Version verlassen